Klimaty Łagowskie (Deutsch)

Klimaty Łagowskie (Deutsch)


Herb Flaga


9 Februar 2017


Die schwarzen Kreuze

Auf der Touristenkarte ..sind die größeren Ortschaften mit Sinnbilder für Museen, Restaurants, Tankstellen usw.meist unter den Ortsnamen zu finden; DIE schwarzen Kreuze als Sinnbilderfür Martyriumsstatten jedoch an den Stellen, wo sie tatsächlich zu finden sind. Die o.g. Karte ist das Genaueste, was man über die Schwiebusser Gegend in Polen finden kann. Im Textteil auf der Rückseite ist unter Swiebodzin kein Hinweis auf Martyriumsstätten o.a.enthalten dagegen unter ..Toporow ....In den Jahren.... (soweit L.M.der für Frau T. aus der Broschüre übersetzte) Text, den Frau T. wie folgt beschreibt: ...möglicherweise im Jahr 1940 wurde abseits, links der Kunersdorfer Straße, in Pfarr-Bauers Heide, ein Barackenlager errichtet. Zuerst wurden hier etwa 200 Personen jüdischer Nationalität gefangen gehalten. Die Lebensbedingungen waren hart. Man litt an Hunger, Wassermangel, fehlender Hygiene, erhielt Schläge, sodaß Erschöpfung und Krankheit die Sterberate hoch war. Die Verstorbenen begrub man auf dem Lagergelände und außerhalb in Massengräbern. Diese Lagerhaltung wurde 1942 aufgelöst, denn nun brachte man bis 1944 1700 Personen in sogenannte faschistische Arbeitslager unter.: Polen, darunter Aufständische aus Warschau, Russen, Franzosen und Ukrainer, (Daß die Gefangenen zu Arbeiten im Wald eingesetzt wurden, konnte sich bei Befragung der Toppersche Förster nicht erinnern. Auch die Bauern hatten polnische "Fremdarbeiter", die ihre im Krieg eingezogenen Söhne und Männer ersetzten. Die Lagerinsassen hatten kaum eine Chance zu über1 eben, denn Hunger und Krankheit zerstörten ihre Gesundheit. Sie wurdeb terrorisiert, erhielten Schlägeund die Sterberate nahm zu. Wieder wurde in Massengräber beigesetzt und (tiefgefrorener Erdejauch in Klein-Heinersdorf wurde eine Einrichtung zum Verbrennen von Laichen geschaffen. Für die noch verbliebenen Gefangenen wurde Anfang 1944 die MaMartyriumsstätte in Topper aufgelöst. Das Lager liquidiert und die Insassen in andere Lager auf dem Gebiet der heutigen Wojewodschaft Grünberg gebracht. Nun zogen Volksdeutsche in die Baracke ..mit Kind und Kegel..ein. und waren bei der Kartoffelernte im Herbst 1944 auf dem Topperschen Gut tätig. Einige Jungs nahmen auch am Schulunterricht Zum Einkäufen und Milchholen begegnete man diesen Jungen auch im Dorf.

Zeitlich lassen sich diese Beobachtungen auf den Anfang der 40. Jahre datieren und ..gustav Adam war Bewacher. August Nitschke Niedewitzer Straße Nr 6Einwohnerverzeichnis) Zementsteinfabrikant, hatte hinter seinem Haus und seinem Anwesen eine riesige Kiesgrube, deren noch nicht abgebaute Fläche, dersogenannte Wäscheberg, sich Richtung Pfarr-Bauers-Heide hinzog. Nitschkes Enkeltochter erinnert sich der Männer, die jenseits der Kiesgrube und des Wäschebergs, hinter dem Stacheldraht auf der Bank vor der Baracke saßen und so schön sangen. Manchmal kamen sie auch auf dem Feldweg hinterm Haus vorbei und marschierten singend auf der Niedewitzer Straße..Wasser hätten si sich die MÄnner, mit kahlgeschorenen Köpfen, von August Nitschkes Wasser-Pumpe geholt. Kontakt war nicht erlaubt.


J. Terkowsky-Stein 18.2.2015








14 January 2017


Pädagogium und Waisenhaus bei Züllichau 1719 - 1945



Archiv "KŁ" - Ryszard Bryl







6 January 2017


Helmut Sommer


Wieder haben wir einen Menschen verabschiedet.


Helmut Sommer starb am 04.August 2016 in Berlin

Gut, dass in deutscher Sprache das Wort „Mensch“ mit großem Buchstabe geschrieben wird. Der Mann, von dem ich schreibe, hat’s völlig verdient seinen Namen mit besonders großem Buchstaben zu ehren.

Wir sind alle Brüder (von der Brüderlichkeit), heute muss man sagen: „Schwestern und Brüder“, aber nicht alle Brüder von uns sind vom Herrn Gott mit gleichen Begabungen versorgt worden. Die Begabungen, die Herr Helmut Sommer bekommen hatte, waren nicht allgemein, oder alltäglich. Ich habe Herrn Sommer weder gesehen, noch persönlich kennen gelernt. Ich las nur seine Erzählungen, die ich vom Herrn Ryszard Bryl zur Übersetzung aufs Polnisch bekommen hatte. Ich bedaure, dass mir die Gelegenheit, Herrn Helmut persönlich kennen zu lernen, entkommen ist. Er hat so sehr seine Heimat vermisst... Er würde bestimmt auch mein Schicksal gut verstehen können.

Ich bin ein Deutscher (mit polnisch klingendem Namen), der seit 1945 in Polen lebt. Ich blieb in meiner Heimat, aber sie ist seit 71 Jahren kein Deutschland mehr. Mit Sicherheit könnten wir beide, Herr Helmut und ich, uns gut verständigen.

Lieber Helmut, erlaube mir, dass ich zu Dir duzen werde. Ich gucke auf Dein Bild und bin sicher, dass Du mich auch jetzt da von oben zuschaust, und hoffentlich macht Dir Spaß, wenn Du siehst, dass Dein Schaffen, Dein Werk - auch in Polen Anerkennung gefunden hat.

„Mach’s gut!“ lieber Helmut; die Tage, wann ich zu Dir anschließe, sind schon berechenbar. Mein 80. Geburtstag habe ich unlängst im Freundschaftskreis der deutschen Minderheit in Grünberg gefeiert. Warte auf mich! Die Themen, die wir hier auf dem Erdboden nicht besprechen konnten, schöpfen wir dann vollständig aus. Also Helmut, bis dahin !

Jan Grzegorczyk
Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen Minderheit
ln Grünberg











29 October 2016


Vorwort







13 October 2016


Unsere Nachbardorf Koritten und ein Sonntag am Kalkofen

Aus Sternberger Kurier 9/64 (Schriftleitung)


Es war Sommerzeit, ein Sonnabendnachmittag vor dem letzten Kriege in Sternberg, meiner Heimatstadt. Wenn sonst alles in Ordnung war, ging ich in meinen Garten, um die jungen Obstbäume, die Beerensträucher, Tomaten usw. zu besichtigen und zu pflegen. An der Gartengrenze lag der Schulgarten, und oft stand ich hier mit dem Lehrer Unverdruß, wenn er seine Beete besorgte, und wir tausch-ten dann unsere Gedanken aus.

Mein Blick ging hinüber zum nahen Friedhof, an Karl Sümanns Scheune tauchte plötzlich unser Freund Franz Witzke auf. Die Hände auf dem Rücken, kam er gemütlich dahergeschlendert, so wie man halt einen Feierabend genießt. Erst meckerte er eine Weile in meinem Garten herum, überall hatte er etwas auszusetzen, um dann zu fragen, was ich morgen, Sonntag, vorhätte. Nichts hatte ich vor. Dann sollte ich mitkommen, er möchte bei diesem schönen Sommerwetter zu Gerlachs nach dem Kalkofen fahren, um zu angeln und einen schönen Sonntag am Malz - See zu verleben. Wer hätte dazu keine Lust gehabt? Und so verabredeten wir, rechtzeitig loszuradeln. Dann gingen wir gemeinsam den Weg zurück, durch den grünenden und blühenden Huhnhof. Vom nahen Kirchturm läuteten die Glocken den Sonntag ein. Es war eine wunderbare Ruhe und stiller Frieden ringsum, nur hin und wieder unterbrochen durch das Dengeln einer Sense, das auch wie Feierabendmusik klang.

Am Sonntagmorgen radelten wir frühzeitig los, die Korit- tener Straße entlang; doch waren wir nicht die einzigen Frühaufsteher. Bei Wilhelm Kutscher, auf der Höhe der Quarkinsel, begegneten wir Otto Görlitz, den Büchsen-machermeister; er kam von der Jagd und hatte, wie immer, ein Scherzwort und Späßchen bereit. Einst hatte er es fertiggebracht, den aus Koritten stammenden Hugo Ulbrich, welcher in Sternberg mal eine kurze Gastrolle als Handelsmann gegeben hatte, im wahrsten Sinne des Wortes die Katze im Sack zu verkaufen. Als diese Geschichte Max Vogt bekanntwurde und sie auch noch im Lokalanzeiger erschien, hatte Otto Görlitz die Lacher auf seiner Seite. Von unserem leider zu früh verstorbenen Otto Görlitz werden später noch einige nette Geschichten zu berichten sein.

Mit Waidmanns- und Petriheil trennten wir uns, radelten weiter an diesem herrlichen Sonntagmorgen und kamen am Kreuzlauch und dem Chausseehaus vorbei. Hinter dem Wäldchen am Chausseehaus begann die Gemarkung der Gemeinde Koritten, dessen Windmühle und Kirchturm uns von weitem grüßten. Links und rechts der Straße sahen wir gut bestellte, fruchtbare Felder; man konnte sehen, daß sie mit Fleiß und Liebe bestellt und bearbeitet wurden.

Dann fuhren wir in Koritten ein und fanden, daß die ersten Häuser rechts keinen guten Eindruck machten, ein paar Meter weiter aber änderte sich das Bild. Da war rechts das Henschkesche, später Rosenbergsche Grundstück, ein sauberes Wohnhaus mit großem Garten vorn an der Straße, eine knallbunte Blumenpracht; man konnte seine Freude daran haben. Zu einem Frühschoppen bei Freund Henkelmann war es noch zu zeitig, so radelten wir weiter durch das erwachende Dorf. Links, vom nahen Dorfteich, erklingt das Geschnatter der Gänse und Enten, beiderseits der Straße liegen die Höfe des Amtmannes Theel und der Bauern König, Münchberg, Witzke, Mauske, Kretschmann, Ulbrich, Troschack, Windmüller, Hoffmann, Richter, Miem, Schmiedemeister Gerlach, Lorenz, Knospe usw. Heute denke ich an den früheren langjährigen Kantor Mehley mit seiner sympa-thischen und sonoren Baßstimme; der letzte, mir gut bekannte Lehrer Sparmann kehrte aus dem Kriege nicht mehr heim. Zwei Männer aber aus unserem Nachbardorf Koritten muß ich hier erwähnen, die uns Sternbergern unvergeßlich sind, die Schuhmachermeister Gebrüder Kalz, die beide in Sternberg selbständig waren. Man sah sie immer zusammen, sei es bei der Arbeit, oder wenn sie beide nach Frankfurt fuhren, ihr Leder einzukaufen, oder sie gingen am Sonnabendabend zu ihrem Stammtisch, um einen gemütlichen Schafskopf zu spielen. Eines Tages aber fingen beide an zu angeln, des Sonntags hinten auf dem kleinen ungefährlichen „Rasensee“, aus dem unsere Eilang entspringt. Beide betrieben den Angelsport erst vom Ufer aus, später dann vom Kahn. Dabei fielen sie dann beide in den See, und da sie nicht schwimmen konnten, mußten sie elendig ertrinken. Als wir die beiden unzertrennlichen Brüder beerdigten, schossen wir ihnen als letzten Gruß dreimal über die Gruft. Unser Kamerad „Schutzmann-Witzkes Karl“ sprach ihnen bewegt die Abschiedsworte und dann deckte ein großer Berg von Blumen und Kränzen beide zu.

Als unsere Heimatzeitung im Entstehen war, zeigte mir eines Tages in Lüneburg deren Herausgeber, Landsmann Ohm, einen Brief, dessen Absender eine mir unbekannte junge Frau aus Koritten war. Sie schilderte die grauenhaften Tage vom Januar/Februar 1945 in Koritten, die sie miterlebte. Dieser Brief war so erschütternd und grausig, daß wir uns nicht entschließen konnten, ihn zu beantworten oder gar die furchtbaren Geschehnisse, denen unsere Landsleute dort zum Opfer fielen, zu veröffentlichen; so wurde mit Koritten ein blühendes Dorf voller fleißiger und froher Menschen in unvorstellbarer Grausamkeit vernichtet.

Einige hundert Meter links hinter Koritten biegen wir von der Straße ab, fahren wieder durch Roggen-, Hafer-, Kartoffel- und Rübenfelder, bis wir in den Wald kommen. Er ist Staatsforst, wundervoller Kiefern- und Mischwald, der uns so recht den Charakter unserer schönen Heimat-landschaft zeigt. An einer uralten Kiefer ein kleines weißes Schild mit Richtungspfeil „Kalkofen“, und schon fahren wir auf den Hof des Fischermeisters, Land- und Gastwirts Gerlach ein. Die Ruhe und Stille des Hofes wird nun unterbrochen durch Franzens „große Klappe“, der jetzt mit dem Wirt ein großes Palaver abhält. - In der kühlen Gaststube stärken wir uns dann, versorgten uns mit dem erforderlichen Angelgerät und fuhren dann hinaus auf den herrlichen Malzsee, rings umgeben von dunklem Wald. Es ist feierlich still auf dem See, niemand spricht ein Wort. Als ich lauthals anfangen wollte zu singen, wurde ich sofort zur Ruhe gewiesen. „Beim Angeln wird nicht gesungen“, meinte Franz. An diesen schönen Sonnensonntag muß ich oft denken. Wir angelten, badeten, ließen uns von der Sonne bescheinen, beobachteten die Wildenten und die Taucherfamilien und sahen den zahlreichen Vögeln zu. Zum Mittagessen haben wir eine gute Portion Schleie verzehrt: es war eine wahre Lust. Wie immer natürlich, hat Franz viel mit mir geschimpft, nie im Leben würde ich ein richtiger Angler werden, meinte er. Aber, das war so seine Art, doch in der rauhen Schale steckte ein guter Kern.

Erst als die Sonne im Westen versank, nahmen wir Abschied vom Kalkofen und seinen gastfreundlichen Bewohnern, kehrten dann noch bei unserem Freund Henkelmann in Koritten ein, wo wir die jüngere Genera-tion des Dorfes antrafen, die sich beim Glase Bier von der schweren Landarbeit der vergangenen Woche erholt; mit den meisten gut bekannt, fühlen wir uns hier sehr wohl.

Heute, nachdem uns bald 20 Jahre von der Heimat trennen, wollen wir wünschen und hoffen, daß uns ein gutes Schicksal doch noch einmal heimführt, daß wir noch einmal zum Kalkofen radeln können und noch einmal, wie in guten alten Zeiten, im Dorfkrug von Koritten einkehren können.



Autorzy zdjęć do 1945 NN. Zdjęcia w posiadaniu: Stefan Wiernowolski (Sulęcin, archiwum prywatne, sztuk 2), OHB Nr. 2/1999r. ze zbiorów RB. (okładka, sztuk 1)

Aus Sternberger Kurier 9/64









25 August 2016


Restaurierung der Lagower Kirchenorgel (3)
Bericht über die Einweihung der Orgel am 24. November 2007
von Helmut Sommer

Im letzten Heft hatten wir zugesagt, weiter über den Verlauf der Instandsetzung der Orgel zu berichten. naprawa organów Jetzt können wir Vollzug melden. Am 12. November erhielten wir per Fax vom Orgelbauer Herrn Sven Kilian die folgende Mitteilung:

Nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden Herrn Ullrich Wilhelm verschickten wir diese Mitteilung zusammen mit einer persönlichen naprawa organów Einladung an alle Heimatfreunde aus Lagow, die sich an der Spendenaktion beteiligt hatten (mit Ausnahme des in Kanada lebenden Heimatfreundes Rudi Arnold). Wegen der Kürze der Zeit konnte keine gemeinsame Reise mehr vom Heimatverein organisiert werden. naprawa organów Wer an der Veranstaltung teilnehmen wollte, musste seine Kurzreise selbst organisieren. In diesem persönlichen Schreiben hatte ich meine Teilnahme selbst an der Veranstaltung in Lagow zugesagt, um andere zu animieren. Offensichtlich war mir das auch gelungen; als wir - zwei Damen hatte ich selbst mitgebracht - am Samstag, den 24.November, am späten Vormittag im Hotel Lesnik in Lagow eintrafen, fanden wir neben unserem Vorsitzenden Herrn Wilhelm bereits einige Heimatfreunde vor. Weitere Vorstandsmitglieder trafen dann etwas später, aber rechtzeitig zum Konzert ein. naprawa organów Bei strahlend blauem Himmel war noch Zeit, vor dem Dunkelwerden einen längeren Bummel durch den Ort zu machen und dabei alte Erinnerungen wachzurufen oder wieder neu zu entdecken. Da am nächsten Tag für uns Totensonntag war, machten einige von uns einen Spaziergang zum ehemaligen Friedhof auf dem Falkenberg. Dem Foto unten gab ich nach meiner Rückkehr den Titel „Totensonntag 2007 in Lagow“. Kurz vor 17 Uhr versammel-ten wir uns dann alle in der Kirche. Diese war gut gefüllt (siehe Bild unten, Foto: Stefan Wiernowolski). Neben den leider nur wenigen (12) Mitgliedern aus unserem Heimatkreis warteten etwa 200 jetzige Bewohner aus Lagöw auf das angekündigte Programm. naprawa organów Leider waren die vom Heimatkreis eingeladenen polnischen Gäste, darunter die Bürgermeister aus Lagöw/Lagow und Sul^cin/Zielenzig, der Landrat und die zuständige Abgeordnete im Sejm nicht erschienen - sie hatten sich alle mit anderen Verpflichtungen entschuldigt. Als unsere Gäste waren noch der Fotograf Herr Wiernowolski mit Ehefrau und unser Dolmetscher Herr Kwasny dabei.

Pünktlich um 17 Uhr eröffnete Herr Probst Norbert Nowak die Veranstaltung. In seiner Begrüßung auf deutsch und polnisch hob er besonders hervor, wie erfreut er sei, dass hier in der Kirche Deutsche und Polen, Protestanten und Katholiken in ihrer naprawa organów gemeinsamen Heimat zusammengekommen sind, um einen Gottesdienst und die Orgelweihe miteinander zu begehen. Er machte auch deutlich, dass der Heimatkreis mit seiner Geldsammlung und der Spende nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass die Arbeiten zur Renovierung der Orgel überhaupt in Gang gekommen sind.

Im Anschluss an diese Begrüßung folgte ein Gottesdienst, der von einem im Auftrag des Landesbischofs zu diesem Anlass nach tagöw entsandten Dekans durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stand hierbei eine längere Predigt in polnischer Sprache, in der es, soweit wir folgen konnten, um Vers 6,2 des Galaterbriefes ging „Einer trage des anderen Last.. naprawa organów Während des Gottesdienstes wurde die neu renovierte Orgel erstmals auch eingesetzt, bespielt vom Kantor und Organisten aus Lagöw. Im Zusammenhang mit dem Gottesdienst wurde die Orgel selbst mit vorher durch den Herrn Dekan und den Herrn Pfarrer geweihtem Wasser geweiht. Zum Abschluss des Gottesdienstes sprachen alle gemeinsam auf Aufforderung des Pfarrers Nowak den Text des Liedes „Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke... der in deutscher und polnischer Sprache ausgelegt worden war. Der Pfarrer beendete den Gottesdienst dann mit der Aufforderung an alle, sich zur Versöhnung die Hände zu reichen. Danach trat der Vorsitzende unseres Heimatvereins, Herr Ullrich Wilhelm, an das Mikrofon und verlas die Namen all derjenigen aus dem Heimatkreis, die für die Orgelrenovierung gespendet hatten. naprawa organów Auch er bedankte sich noch einmal bei den Spendern und bei dem Orgelbauer Herrn Sven Kilian. Er schloss seine kurze Ansprache mit den Worten „und nun klingt sie wieder“.

Damit war der erste Teil der Veranstaltung beendet. Im Anschluß daran folgte ein etwa 30 Minuten andauerndes kleines Konzert, durchgeführt von dem Orgelbauer Herrn Sven Kilian als Organist, dem Kantor der Gemeinde tagöw als Bariton und Frau Malgorzata llowska als Sopranistin. Nach dem Konzert erläuterte der Orgelbauer Herr Kilian, unterstützt vom Pfarrer Herrn Nowak als Dolmetscher, die von ihm in den letzten Wochen durchgeführten Renovierungsarbeiten an der Orgel.

Nach der Veranstaltung war ursprünglich auf Einladung des Heimatvereins ein gemeinsames Abendessen im ehemaligen Gasthof Heinrich vorgesehen, der Kirche gegenüber. Dies kam zu unserem großen Bedauern nicht zustande, weil im gleichen Haus die Jugend des Ortes zu einem Tanzabend zusammen gekommen war. naprawa organów Es gelang mir aber noch, dem noch anwesenden Probst Herrn Nowak eine Urkunde für das Kirchenbuch der Gemeinde Lagöw zu übergeben, in der alle Spender des Heimatkreises verzeichnet sind. Dabei betonte ich, dass auch wir sehr erfreut darüber waren, erstmals nach langer Zeit wieder mit jetzigen Bewohnern aus unserer alten Heimat gemeinsam in einer offiziellen Veranstaltung zusammen gewesen zu sein.

Am nächsten Morgen saßen wir noch einmal am Frühstückstisch beisammen und hatten vor der Abreise Zeit, über das Erlebte zu sprechen, Gedanken auszutauschen und einige Erinnerungsfotos zu machen. Zu den Bildern: Oben: Inneres der Kirche, Blick zum Altar (1) Bilder unten: Vor der Abreise am 25. November 2007 auf der Terrasse des „Hotel Lesnik“ am Lagower See. Von links: Manfred Jericke, Hildegard Scharn geb. Zillmann, Frau Borth und Wilfried, Christa Weidlich geb. Zajonzek, Christel Nagel-Danzmann geb. Teil, Helmut Sommer. (2) Bilderreihe: Die Orgel (3), der Organist (4) und die sieben Lagower (5). Fotos: Stefan Wiernowolski (1) (3), Helmut Sommer (2) (4) (5).


Helmut Sommer
Foto: Helmut Sommer
Veröffentlicht in OHB 1/2008, str. 10-11


^^ Up


Page: [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10]